Trotz Hightech-Produkten: Tonerstaub „vergiftet“ oft das Arbeitsklima

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Hieß es vor rund vier Jahren noch von Seiten des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, dass Toner bzw. Tonerstaub innerhalb von Büroräumen in keiner Weise gesundheitsschädigende Auswirkungen auf die Mitarbeiter in Büros hätten, so musste diese Aussage nach aktuellem Wissensstand doch gründlich revidiert werden. Denn Fakt ist sehr wohl, dass Drucker, Kopierer und Co. gesundheitsgefährdende Partikel absondern. So ist in diesem Zusammenhang vor allem von gefährlichen Nano-Partikelchen die Rede, welche im so genannten Toner-Abrieb entstehen und die Atemwege massiv belasten können.

Insbesondere sind dabei vor allem Ruß, gefährliche Schwermetalle und Chemikalien unterschiedlicher Art zu nennen. Welche genauen Auswirkungen derartige Stoffe auf den menschlichen Körper allerdings haben, ist gegenwärtig noch nicht gänzlich geklärt. Die entsprechenden Untersuchungen sind nach Angaben des Bundesamtes zu kostspielig….

Ein Besuch beim Arzt sorgt für Aufklärung

Tonerstaub riecht mitunter nicht nur unangenehm, sondern er verursacht gemeinsam mit Ozon, das in Kopierern, Druckern, Faxgeräten und so weiter entstehen kann, nicht selten:

–          brennende oder gerötete Augen

–          Übelkeit

–          Kopfschmerzen

–          Erbrechen

–          Kratzen im Hals

–          Hustenreiz

–          Schwindel

–          Atemwegserkrankungen

–          Schleimhautreizungen

–          Schädigungen des Lungengewebes

–          Erbgutveränderungen

Aus diesem Grunde sollten Menschen, die im Büro regelmäßig Tonerstaub ausgesetzt sind und sich folgenden Symptomen ausgesetzt sehen, einen Arztbesuch keinesfalls scheuen. Umweltmediziner aus Freiburg haben trotz hoher finanzieller Aufwendungen die gesundheitlichen Folgen von Tonerstaub eingehend unter die Lupe genommen und dabei insbesondere die Folgen für die Lunge analysiert. Im Rahmen der Studien stellte sich beispielsweise heraus, dass sich die Zellen innerhalb des Lungengewebes bereits nach sechzig Minuten unter Einfluss von Tonerstaub massiv verändern; ähnlich, wie dies bei einer fehlerhaften Zellteilung der Fall ist. Grund genug für die Wissenschaftler, anzunehmen, dass nachhaltige Schädigungen des Erbgutes die Folge sein können.

Krebs durch Tonerstaub?

Die festgestellte Zellveränderung einerseits, Tumorbildung andererseits – inwieweit hängt eine derartig beängstige Entwicklung mit der oftmals „ giftigen Atmosphäre“ im Büro zusammen? Die Entstehung von Krebs konnte in dieser Hinsicht bis dato noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Fest steht aber, dass die Veränderung von Zellen meist auch die Entwicklung von Tumorzellen nach sich ziehen kann.

Es konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass die menschliche Haut Ozon aus der Umgebungsluft geradezu absorbiert. Im Zuge dessen verbindet sich der gefährliche Stoff mit dem Talg auf der Haut. Zwar wird ein Teil dessen wieder an die Raumluft abgegeben, einiges davon verbleibt allerdings im Körper.

Jeder kann etwas zur nachhaltigen Verbesserung des „Arbeitsklimas“ tun

Ob und inwieweit ein Gerät gesundheitsschädlich sein kann, hängt nach Ansicht der Freiburger Forscher von diversen Faktoren ab:

–          vom Alter der Geräte

–          vom Gerätetyp

–          vom verwendeten Papier

–          von der Beschaffenheit des Toners

–          vom Alter des Toner s

Zwar gibt es keinen „pauschalen“ Schutz gegen Tonerstaub, allerdings sind zahlreiche Faktoren erwähnenswert, wenn es darum geht, den in der Luft umher wirbelnden Tonerstaub zu weitestgehend unschädlich zu machen. Je weiter Drucker, Fax und Co. vom Arbeitsplatz der Mitarbeiter eines Büros entfernt stehen, desto besser. Es macht deshalb in jedem Fall Sinn, die Gerätschaften in separaten Räumlichkeiten zu platzieren. Auch Grünpflanzen tragen maßgeblich zur Verbesserung der Atmosphäre innerhalb von Büros bei.

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