Wachstum in neuen und altbewährten Geschäftsfeldern durch richtungsweisende Technologien

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Das Unternehmen Brother strebt ein Wachstum in neuen und bewährten Geschäftsbereichen an. Die Erfolgsgaranten dafür sollen innovative Technologien sein. Anlässlich einer Technologieschau konnten die Innovationen der Konzernentwickler bewundert werden. Unter anderem befand sich ein Tintenstrahler darunter, der eine Leistungsfähigkeit von 100 Seiten hat.

Brother kann allerdings auch anders. Mit den Stichwörtern Augmented-Reality-Datenbrille oder Webkonferenz werden die Wenigsten das Unternehmen in Verbindung bringen. Dabei wird gerade die Datenbrille, die Google erst angekündigt hat, von Brother bereits in Japan verkauft. Vom Konzern wird die Brille kurz „Airscouter“ genannt. Sie überträgt ein durchsichtiges Bild auf das Glas vor dem Auge. Im Bereich Webkonferenz wird der Name Brother nach Übernahme des Spezialisten Nefsis Corporation im Jahre 2011 ebenfalls bald an Bedeutung gewinnen. Der Einstieg in dieses Segment ist längst keine ferne Vision mehr. Schon im Juli ist die Markteinführung einer überarbeiteten Software vom Spezialisten aus San Diego in Großbritannien, Deutschland und Frankreich geplant. Die anderen europäischen Länder müssen sich bis April 2013 gedulden.

Der Präsident und Direktor, Toshikazu „Terry“ Koike, sagt über seinen Konzern: „Brother steht für 100 Jahre Innovationen am Bedarf der Kunden“. Der Konzernchef bleibt auch angesichts der Tsunamikatastrophe von Fukushima und der Krise am Finanzmarkt der Global Vision 21, die langfristig angelegt ist, treu. Nach dieser sieht Brother vor, den in 2011 erzielten Umsatz von rund fünf Milliarden Euro bis 2015 auf ungefähr 7,3 Milliarden Euro zu erhöhen. Hauptsächlich wurde der Ertrag mit dem Printing-Geschäft eingefahren. Koike erklärt dazu, dass man in Westeuropa zu den Top-3-Marken gehöre. Darauf sei man sehr stolz. Die Zieldefinition ist klar: Man will das bisher Erreichte weiter ausbauen und als einer der führenden Hersteller bemerkt werden.

Ferner fällt in der Zukunft zudem innovativen Technologien und neuen Geschäftsfeldern eine essentielle Rolle zu. Vom Bereich „New Business” verspricht sich Brother zum einen das Renommee als globale Top-Marke, zum anderen werden konkrete Umsatzzuwächse erwartet. Bis 2015 sind das rund 50 Millionen Euro, womit der Gesamtumsatz um circa 6,6 Prozent angehoben würde.

Weiterhin wurden bei der Technologieschau neue Produkte aus altbewährten Segmenten vom Unternehmen präsentiert. Große Aufmerksamkeit erregte ein A4-Tintenstrahldrucker, welcher pro Minute 100 Schwarz-Weiß-Seiten druckt. Bei ihm werden unter einem feststehenden Druckkopf die Seiten durchgezogen. Dabei erfolgt die Bedruckung derselben durch ungefähr 5000 Düsen. Das System arbeitet mit der mehr als doppelten Geschwindigkeit eines vergleichbaren Laserdruckers, verbraucht aber nach Angaben des Konzerns nur die Hälfte an Energie. Mit dem Drucker bläst Brother zum Angriff auf das Monochrome-Laser-Segment im Büro und will eine andere Richtung in den Business – Ink – Markt bringen. Die Kunden und Händler müssen sich allerdings vorerst noch in Geduld üben: Die Einführung des High-Speed-Tintenstrahlers erfolgt frühestens in den kommenden zwölf bis 24 Monaten.

Ein Geschäftseinstig des Herstellers ist gleichfalls bei den mobilen Scannern und den professionellen Dokumentenscannern in der Realisierung. Im Scanner Bereich dringt Brother nicht in Neuland vor, bisher bot man allerdings lediglich Bestandteile zu multifunktionalen Lösungen.

Das erste, für das laufende Jahr geplante, Gerät hat das Unternehmen mit dem Farbdokumentenscanner „ADS-2100“ im Mai vorgestellt. Ein zweiter Dokumentenscanner wird folgen.

Während der Veranstaltung war ebenfalls das 50-jährige Bestehen der 1962 in Hamburg gegründeten Niederlassung Thema. Das deutsche Management gab Einblicke in die bisherige Entwicklung. Der deutsche Geschäftsführer Lothar Harbich informierte unter dem Motto „50 Jahre und in Zukunft“ über die zumeist durchgängig von Erfolg gekrönte Geschichte von Brother Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr, wo man einen Umsatz von 349 Millionen Euro verzeichnete, konnte man im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 365 Millionen Euro erzielen. Das Fundament dafür sind die qualitativ hochwertigen Geräte, die gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter sowie die langjährigen intensiven Partnerschaften zum Handel hierzulande. Harbich blickt dementsprechend optimistisch nach vorn. Nach seiner Aussage ist für das kommende Jahr ein Wachstum in gleicher Höhe geplant.

Im Mittelpunkt bleiben weiterhin die SMB-Kunden, wurde von Matthias Kohlstrung als Vertriebs- und Marketingleiter die Strategie für die Zukunft vorgestellt. Beim Anblick der Geschäftszahlen ist davon auszugehen, dass man mit dieser Taktik in Bad Vilbel gut fährt. Der Konzern erreichte in fast allen Segmenten, in denen er tätig ist, eine Platzierung unter den ersten Drei. Der Wert ist dem Unternehmen wichtiger als der Umsatz, war von Kohlstrung zu hören. Ein Beweis dafür ist auch die Tatsache, dass man trotz etwas zurückgegangener Stückzahlen gegenüber dem einen oder anderen Wettbewerber den Wert steigern konnte.

Der Vertriebschef zeigte sich zudem angetan von der sehr positiven Entwicklung des Systemhaus-Geschäfts. Das kommt aber nicht der Vernachlässigung anderer Kanäle gleich.

Entweder oder gilt bei Brother nicht. Es geht eher nach sowohl als auch. Mit Tinte, Laser und Thermotransfer bietet man alle Varianten an. Ebenso verhält es sich beim Thema MPS. Die Prioritäten liegen darauf, „dem Markt zuzuhören“ und ein Ohr für die Bedürfnisse des Kunden zu haben. Mit dem MPS-Konzept, welches den Namen „Brother Leasing“ trägt, befassen sich 50 Partner. Circa 280 Verträge bestehen, die überwiegend das SMB-Umfeld betreffen. Damit liegt der Verkaufsanteil unter einem Prozent. In der langfristigen Planung ist eine Anhebung auf fünf Prozent vorgesehen. Der aktuell noch geringe Anteil wird aber sehr entspannt gesehen, ließ Kohlstrung vernehmen.

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